Für die Hoffnung

from by Blank & Manuskript

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lyrics

Blank:
Meine Fundamente kommen ins Wanken.
Tod und Langeweile sind die endgültigen Schranken.
Wenn ich geh, geh ich alleine, kein Prunk, keine Lobreden,
keine Auszeichnungen, keine Reime,
die irgendwelche epischen Heldentaten erzählen.
Nur ein aus dem Takt geratenes, schiefes Requiem.
Fick mich noch einmal auf dem Autobahnparkplatz.
Motiviere diesen Bären zu einem letzten Tanz.
Warten auf das Wunder, zu stranden wie ein Wal,
um es zu schlachten und einzupacken für das Supermarktregal.
Alle so verletzlich am Mauerblümchen gießen.
Haben Angst vor der Endzeit, die sie insgeheim genießen.
Mit einem Rettungsring springe ich in den Abgrund,
mach dabei ein Selfie und lad es hoch auf meinen Account.
Der Volksmund, zahnlos, brummt selbstgefällig,
zufrieden stinkender Atem für den König.
Ich hab viel Liebe in mir, doch es kommt nur Gestammel und schwarzer Rauch
aus der trockenen Kehle des Redners in meinem Bauch.
Zum Zeitvertreib schleife ich lieber meine Instinkte.
Ich war gläubig, bis man Jesus Gesicht weiß schminkte.

Refrain:
Für die Hoffnung,
ewiges Leben, ja, so imaginiere ich die Hölle.
Für die Hoffnung,
mit einem Kurzen in der Hand warte ich entspannt auf die Druckwelle.
Für die Hoffnung
ich bin der letzte Besucher in dieser baufälligen Weltkapelle.
Für die Hoffnung
alles wird schwarz aber ich sehe eine größer werdende Lichtquelle.

Manuskript:
Meine Abschiedsbriefe sind mit Zaubertinte geschrieben.
Ich verprasse das Leben, fresse faule Kredite.
Aus der Zeit gefallene Soldaten bleiben einfach liegen
auf den blühenden Schlachtfeldern der geistigen Intrigen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt einen langen Heldentod.
Ich vertraue der Pest mehr als der Revolution.
Fütter die faulen Pferde am Wagengespann
und dann analysieren wir enspannt die Lage im Land.
In der Stammkneipe wird das Kind beim Namen gennannt.
Die Totenflecke verblassen im zweiten Waschgang.
Die Aufgehängten pendeln naiv im Takt,
mit der Hand am Strick, denken man hänge sie ab.
Bis die Erkenntnis anklopft und es im Genick knackt,
und die Denkblase platzt mit einem "What-the-fuck".
Den Zug des letzten Bauern habe ich nicht bedacht.
Ich bin der König der Welt im verdammten Schachmatt.

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from Panegyrik, released November 12, 2016

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Manuskript Berlin, Germany

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